UV-Strahlung in Terrarien

UV-Licht ist für viele tagaktive Tiere lebensnotwendig. Es spielt u.a. eine grundlegende Rolle bei der körpereigenen Vitamin-D3-Bildung.

Mit Hilfe von UV-B-Strahlung werden in der Haut Vorstufen des Vitamin D3 gebildet.

Aus diesen Provitaminen wird vom Organismus das aktive Vitamin D3 produziert, das eine entscheidende Rolle im Calciumstoffwechsel spielt.

Ohne Vitamin D3 kann das Calcium aus dem Darm nicht resorbiert werden und steht folglich dem Organismus nicht zur Verfügung. Ein Calciummangel ist dann die Folge.

Als Einsteiger steht man häufig vor dem Problem, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen Leuchmitteln angeboten wird, die, laut Herstellerangaben, UV-Licht emittieren sollen.

Osram Ultra Vitalux
Osram Ultra Vitalux

Doch hier ist Vorsicht angezeigt. Die meisten dieser Leuchtmittel geben zwar UV-A-Strahlung ab, aber das dringend nötige UV-B-Licht (Wellenlängen von 320-280 nm) nicht, oder in nicht ausreichendem Maße.

Meines Erachtens ist es am sinnvollsten, auf eine Lampe zurückzugreifen, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Terraristik Verwendung findet. Bewährt haben sich die Ultra-Vitalux-Lampe von Osram und die baugleiche Sanolux-Lampe von Radium.

Beide Lampen sind ursprünglich für die Anwendung am Menschen konzipiert worden. Sie sind nicht auf einen Dauerbetrieb hin ausgelegt, sondern für eine Bestrahlungsdauer von mehreren Minuten. Die Lampen haben 300 Watt und müssen in hitzebeständigen Porzellanfassungen installiert werden

In der Terraristik darf diese Lampe niemals als Dauerbeleuchtung eingesetzt werden. Die Bestrahlungsdauer muss auf maximal 30 Minuten pro Tag eingeschränkt werden!

Ebenso muss der Abstand der UV-B-Lichtquelle zum Tier berücksichtigt werden. Der Abstand muss einen Meter betragen. Verringert man den Abstand, so muss auch die Brenndauer der Lampe dem Quadratischen Abstandsgesetz entsprechend reduziert werden.

Setzt man diese UV-B-Strahler derartig ein, so kann man sehr zuverlässig eine ausreichende UV-Lichtversorgung der Terrarientiere gewährleisten und damit rachitischen Erkrankungen sinnvoll und auf natürliche Weise vorbeugen.

 

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